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Fachsimpeln beim Moped-Treffen in Kaliningrad im vergangenen Jahr (Foto: Plath/.rufo)

 

Fachsimpeln beim Moped-Treffen in Kaliningrad im vergangenen Jahr (Foto: Plath/.rufo)

 

Mittwoch, 20.06.2007

Drittes Internationales Biker-Treffen mit Miss-Wahl

Kaliningrad. Eine Art Ausnahmezustand steht am Wochenende dem alten Königsberger Flugfeld Devau bevor: Die Biker kommen. Zum dritten Mal ist die Hauptstadt der russischen EU-Insel Ziel für hunderte Motorradfahrer aus ganz Europa.

 

Es kommen tausende von Fans der Biker-Kultur. Die erste große Abordnung – aus Moskau – ist schon in Kaliningrad eingetroffen, bis zum Wochenende werden Biker aus vielen Regionen Russlands, den baltischen Republiken, Polen und Westeuropa in der Königsberg-Exklave erwartet.

Das Festival, unter dem Motto „Baltischer Sturm“ vom russischen Ableger des weltweiten Motorradklubs „Night Wolves“ veranstaltet, ist zwar erst das dritte. Doch ist es auf dem besten Weg, zu einem Kult-Event zu avancieren.

 

Beim Moped-Treffen in Kaliningrad im vergangenen Jahr (Foto: Plath/.rufo)

 

Beim Moped-Treffen in Kaliningrad im vergangenen Jahr (Foto: Plath/.rufo)

Die Lage Kaliningrads als Brücke zwischen Ost und West lockt ebenso wie die geschichtliche Einzigartigkeit dieser doppelbödigen Stadt. Schon der Mythos des alten Königsberg passt gut zur ausgeprägten Vorliebe der Biker-Szene für Orte abseits von Schickimicki und Mainstream. Andererseits wächst in Kaliningrad selbst die Fangemeinde schwerer Motorräder rapide – im Sog des wirtschaftlichen Aufschwungs.

 

 

In welcher Liga das Kaliningrader Biker-Treffen künftig spielen will, ist schon am „Kulturprogramm“ abzulesen. Mit „Krematorium“, „Korol i schut“ (König und Narr) und der legendären Petersburger Band „DDT“ treten zur Rocknacht am 22. Juni drei der angesagtesten Kapellen Russlands an und werden das alte Devau-Flugfeld in eine heiße Rockarena verwandeln.

Doch der „Baltische Sturm“ hat auch Spots auf zwei Rädern zu bieten. Eine Show-Night soll es geben mit Wahl der „Miss Moto-Bike“ und des verrücktesten „Crazy-Bike“. Und natürlich die große „Geschwaderfahrt“ quer durch die Stadt mit Kranzniederlegung am Memorial der 1200 beim Sturm auf die Festung Königsberg gefallenen Gardesoldaten – russische Biker sind Patrioten.